Moravagine malt immer noch.
Dienstag, 30. Juni 2009
Dies Blog hamma zsammghaun
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https://www.multiasking.net


Der is auch ganz anständig.

Oder läßt es halt ganz bleiben mit Leserei.

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Montag, 11. Juni 2007
In Memoriam Richard Rorty
Gerade eine derjenigen Stimmen, die wir am dringendsten gebraucht hätten, angesichts einer Erneuerung des amerikanischen Denkens, ist nun verstummt. Denn am Freitag, den 08.07.2007, verstarb Richard Rorty.


Amerika wird ihn vermissen und hätte ihn doch sosehr gebraucht für einen Neuanfang hinsichtlich der historischen Bestimmung der amerikanischen Seele. Denn ehemalige Trinker, die durch rigide Weltbilder zur reinen und einen Lehre wiedererweckt werden, können zwar sehr gut gehorchen - und daher exquisit gut befehlen - aber ein großes Volk (ver)einen können sie eben nicht. Außerdem war Rorty wirklich bei der U.S. Army und nicht bei der Nationalgarde...
Der verstorbene Philosoph hätte sicher einen sehr guten Berater abgegeben für den/die zukünftige Präsidenten/in.

Rortys Auffassung von Kontingenz war weniger von Zufälligkeit als abstrakter Weltbedingung geprägt als vielmehr von der prinzipiellen Offenheit der menschlichen Lebensentwürfe innerhalb der jeweils aktuellen Geschichte, die sich in statue nascendi vollzieht.

Seine liberale Haltung könnte viel zu einem internationalen religiösen Diskurs beitragen, der sowohl die Glaubensrichtungen in ihren historischen Grenzen stärken würde als auch die quasi-religiösen Züge des Naturwissenschaftsabsolutismus in neue gesellschaftlich sinnvolle Bahnen mäandern ließe...

Hoffen wir, dass er wieder entdeckt und neu gelesen wird. Hoffen wir, dass dies vor allem die Pragmatiker und die Fundamentalisten tun.

Hoffen darf man ja...

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Dienstag, 3. April 2007
Behalten Sie doch Ihren dämlichen Hammer...
Neulich Baudrillard und nun - ungleich titanischer in seiner intellektuellen Bedeutung - Paul Watzlawick. Man kann es sich einfach machen und erkennen, dass Philosophen die besseren Psychologen sind und vor allem mehr über Kommunikation verstehen. Man kann in ihm auch einen der Wegbereiter für den radikalen Konstruktivismus sehen.

Mehr noch ist Watzlawick ein Fels in der abebbenden Brandung der dialogischen Kommunikationstheorien. Verblassen in der Postmoderne der Neunziger so langsam alle Theoriekonstrukte, die sich noch ganz mechanistisch auf Sender/Empfänger-Modelle berufen, bleibt doch das Verdienst, eben ganz pragmatisch das Mißlingen in der inneren, introspektiven wie in der sozialen Kommunikation aufzuzeigen. Noch heute erlebe ich gestandene "Experten" der Kommunikation, die 'double-bind' nicht erklären können und folgerichtig ihren Kindern - mit der Zigarette in der Hand - erklären, dass gefälligst jeder Einzelne gewissenhaft für seine Gesundheit verantwortlich sei und Rauchen die Enwicklung von Heranwachsenden schädige und überhaupt Heroin viel schlimmer als Alkohol sei!

Prost Paul Watzlawick, ich habe Dir ne Menge zu verdanken! Schon manche Führungskraft ist an meinem Hinweis auf die 5 pragmatischen Axiome verzweifelt, denn ihre Kehrseite ist mitnichten Management By Objectives...auch nicht wenn man über MBA, Promotion und Protektion aus der GL verfügt.

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